Siri bekommt ein KI-Upgrade von Google: Gemini zieht ins iPhone ein

Apple rüstet Siri mit Googles Gemini auf, Großbritannien verschärft Gesetze gegen Grok-Deepfakes auf X – und Anthropic macht Claude mit „Cowork“ zum agentischen Datei-Assistenten für den Arbeitsalltag.

Inhalt

🍏 Apple holt Gemini von Google für Siri & KI-Funktionen

Apple macht einen seltenen Schritt: Statt KI-Funktionen komplett selbst zu entwickeln, setzt das Unternehmen künftig auf eine mehrjährige Partnerschaft mit Google. Ziel ist es, Siri und weitere KI-Features mit Gemini-Technologie deutlich leistungsfähiger zu machen.

3D-Darstellung eines kombinierten Google- und Apple-Logos mit leuchtenden Farben auf digitalem Hintergrund
3D fusion of Google and Apple logos in vibrant colors, floating in a high-tech glowing background with digital effects –ar 9:16

DiesesBild wurde mit Midjourney generiert

Ein Deal zwischen Konkurrenten

Dass Apple ausgerechnet mit Google kooperiert, ist bemerkenswert: Beide sind im Smartphone-Markt direkte Konkurrenten – und Apple ist sonst dafür bekannt, wichtige Schlüsseltechnologien lieber intern zu lösen.

Trotzdem ergibt der Schritt strategisch Sinn: Apple will bei KI nicht den Anschluss verlieren und holt sich mit Gemini ein Modell ins System, das in Reasoning, Multimodalität und Geschwindigkeit aktuell ganz oben mitspielt.

Kartellrecht & Marktreaktion

Finanzdetails wurden nicht bekanntgegeben, doch der Markt reagierte deutlich: Nach der Meldung stieg Alphabets Börsenwert erstmals über 4 Billionen US-Dollar.

Die Partnerschaft ergänzt außerdem die ohnehin schon milliardenschwere Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen – schließlich ist Google seit Jahren Standardsuchmaschine auf iPhones. Genau diese enge Verbindung wird kartellrechtlich bereits kritisch beobachtet, weshalb die neue KI-Kooperation zusätzlichen Druck auslösen könnte.

Elon Musk kritisierte die Zusammenarbeit öffentlich als wettbewerbswidrig. Laut Berichten hatte Apple zuvor auch mögliche Deals mit OpenAI, Anthropic und Perplexity geprüft – am Ende machte Google das Rennen.


🇬🇧 UK greift bei Grok-Deepfakes durch – Starmer droht X mit Ende der Selbstregulierung

Während Big Tech neue KI-Allianzen schmiedet, zeigt sich gleichzeitig die Schattenseite generativer Modelle: In Großbritannien sorgt Grok (die KI von X) für einen politischen Sturm.

Auslöser sind Berichte, dass Grok dazu genutzt worden sein soll, nicht-einvernehmliche intime Deepfake-Bilder zu erstellen oder zu verändern – ein Thema, bei dem die britische Regierung nun klar auf Konfrontation geht.

Person mit Hoodie und Guy-Fawkes-Maske im Union-Jack-Design auf dunklem Hintergrund
Anonymous figure in a hoodie wearing a Guy Fawkes mask with Union Jack design, standing in darkness with a dramatic spotlight –ar 9:16

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Neue Gesetze und harte Konsequenzen

Die Regierung kündigte an, ein bereits beschlossenes Gesetz noch diese Woche in Kraft zu setzen, das das Erstellen oder Anfordern solcher Inhalte strafbar macht.

Premierminister Keir Starmer machte außerdem deutlich: Wenn X Grok nicht konsequent kontrolliert, könnte die Plattform ihr „Recht auf Selbstregulierung“ verlieren.

Ofcom ermittelt – im Extremfall droht sogar Sperrung

Parallel startet die Medienaufsicht Ofcom eine Untersuchung. Je nach Ergebnis könnte X mit hohen Geldstrafen belegt werden – oder im Extremfall drohen Maßnahmen, die bis zu einer Sperrung in Großbritannien reichen könnten.

Zusätzlich plant die Regierung neue Regeln, die nicht nur das Teilen solcher Inhalte bestrafen, sondern auch das Bereitstellen der Tools dahinter (z. B. Nudification-Apps). Ziel ist ein besserer Schutz von Frauen und Mädchen vor digitalem Missbrauch.


📁 Cowork: Claude wird zum Datei-Assistenten für den Arbeitsalltag

Anthropic macht Claude deutlich „agentischer“ – und bringt mit Cowork eine neue Research Preview, die besonders für Nicht-Entwickler:innen spannend ist.

Statt nur zu chatten, kann Claude jetzt direkt mit Dateien arbeiten – und zwar so, wie man es sich im Alltag wirklich wünscht: nicht als Tool für Experten, sondern als praktischer Co-Worker.

Geöffneter Laptop mit Projektmanagement-Tool auf dem Bildschirm in einem hellen, modernen Arbeitsumfeld
Open laptop displaying a project management tool with multiple columns and tasks, on a wooden desk in a creative home office setting –ar 9:16

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Claude bekommt Zugriff auf lokale Ordner

Cowork erlaubt es Claude, auf einen lokalen Ordner auf dem Mac zuzugreifen (z. B. Downloads oder Projektordner). Dort kann Claude Dateien:

  • lesen
  • erstellen
  • bearbeiten
  • organisieren

Beispiele: Screenshots in eine Ausgaben-Tabelle verwandeln, Notizen aus mehreren Dateien zusammenführen oder chaotische Downloads automatisch sortieren.

Kontrolle bleibt bei den Nutzer:innen (aber Risiken bleiben)

Anthropic betont, dass Nutzer:innen die Kontrolle behalten: Nur freigegebene Ordner oder Connectoren sind zugänglich. Gleichzeitig gilt wie bei allen Agenten-Systemen: Es braucht Aufmerksamkeit, weil auch destruktive Aktionen möglich wären (z. B. versehentliches Löschen) und Prompt-Injection ein reales Risiko ist.

Cowork ist aktuell in Beta verfügbar für Pro-, Plus- und Team-Nutzer:innen – in Chrome und Edge.


👉 Fazit

Diese Woche zeigt perfekt, wie schnell KI gerade erwachsen wird:
Apple setzt auf Gemini, um Siri endlich auf ein neues Level zu bringen. Großbritannien macht ernst bei KI-Missbrauch und setzt klare Grenzen für Deepfakes. Und Anthropic bringt mit Cowork eine Version von Claude, die nicht nur antwortet – sondern wirklich mitarbeitet.

KI ist damit nicht mehr nur Chat. Sie wird Infrastruktur: im Handy, im Browser, im Dateisystem – und damit mitten in unserem Alltag.

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