🇪🇺 Was die EU-Kommission plant
Mit einem sogenannten digitalen Omnibusgesetz will die EU mehrere Daten- und Digitalgesetze zusammenführen. Ziel: weniger Bürokratie, klarere Regeln und mehr Wettbewerbsfähigkeit für europäische Unternehmen.
📦 Was die Kommission damit erreichen will
Weniger Bürokratie, mehr Tempo
Konkret sollen vier große Regelwerke unter ein Dach gebracht werden. Außerdem sollen Unternehmen Datenpannen künftig nur noch an einer zentralen Stelle melden müssen.
Die Kommission argumentiert:
- Europäische Firmen sollen wettbewerbsfähiger werden
- Innovation soll schneller möglich sein
- Regelwerke sollen verständlicher und einheitlicher werden
Kurz gesagt: Europa soll digital einfacher werden.

DiesesBild wurde mit Midjourney generiert
🤖 Kritik an neuen KI-Regeln
Sorge vor Vorteilen für Big Tech
Die neuen Regeln könnten großen Tech-Konzernen stärker nutzen als kleineren europäischen Unternehmen. Einige Abgeordnete sprechen offen von einer Deregulierung durch die Hintertür.
Besonders umstritten: KI-Unternehmen könnten künftig teilweise selbst entscheiden, ob ihre Systeme als „High Risk“gelten. Zudem sollen sensiblere Daten leichter genutzt werden dürfen – ein Punkt, der für viel Skepsis sorgt.
🔐 Neue Unsicherheiten beim Datenschutz
Ein besonders sensibler Punkt ist der Umgang mit pseudonymisierten Daten. Diese sollen künftig leichter weitergegeben werden dürfen – wenn sie angeblich nicht mehr auf einzelne Personen zurückführbar sind.
Das Problem:
- Was als „sicher anonymisiert“ gilt, soll später festgelegt werden
- Kritiker:innen sehen darin neue Grauzonen
- Datenschutz könnte vom klaren Prinzip zur Auslegungssache werden
👉 Fazit
Es ist noch nichts entschieden, aber Europa steht vor einer heiklen Entscheidung:
Regeln vereinfachen, ohne Schutz zu verlieren. Innovation ermöglichen, ohne Big Tech zu bevorzugen.
Der digitale Omnibus zeigt, wie schwierig dieser Spagat ist. Klar ist: Bei Daten und KI will das Parlament lieber bremsen als zu schnell nachgeben.