Klage wegen Datenschutzversprechen
Meta steht in den USA vor einer Sammelklage gegen seine AI-Smart-Glasses.
Der Vorwurf: Das Unternehmen habe Nutzer über den Umgang mit ihren Daten in die Irre geführt.
Die Klage bezieht sich vor allem auf Marketingversprechen wie:
- „Designed for privacy“
- „Built for your privacy“
- „You’re in control of your data“
Laut Klägern hätten Käufer nicht damit rechnen können, dass aufgenommene Inhalte von externen Mitarbeitern überprüft werden.

Dieses Bild wurde mit Midjourney generiert
Auftragnehmer sahen sensible Inhalte
Auslöser der Klage war eine journalistische Recherche.
Demnach prüften Mitarbeiter eines Subunternehmens in Kenia Aufnahmen aus den Brillen, teilweise mit sehr privaten Szenen, etwa:
- Nacktheit
- intime Situationen
- Toilettenaufnahmen
Meta hatte erklärt, Gesichter würden automatisch unkenntlich gemacht. Quellen widersprachen jedoch und berichteten von unzuverlässiger Anonymisierung.
Auch die britische Datenschutzbehörde ICO untersucht den Fall inzwischen.
Debatte über „Surveillance Wearables“
Die Klage richtet sich neben Meta auch gegen den Brillenpartner Luxottica.
Kritik gibt es besonders an einem Punkt: Nutzer können laut Klage nicht vollständig verhindern, dass ihre Inhalte in Datenprüfungsprozesse gelangen.
Meta erklärt dagegen, dass Inhalte nur überprüft würden, wenn Nutzer sie mit Meta-Diensten teilen und dass solche Reviews branchenüblich seien.
Der Fall zeigt jedoch ein wachsendes Problem:
Mit Smart Glasses und anderen AI-Wearables rückt die Grenze zwischen Alltagstechnologie und permanenter Überwachung immer stärker in den Fokus.